Im September starteten wir eine entspannte Tour an der Zeche Gneisenau in Dortmund. Von dort ging es auf einem angelegten Lehrpfad durch ein Naturschutzgebiet an kleineren Bachläufen wie dem Massener Bach und der Körne entlang zum Sesekeweg. Der Seseke-Radweg wurde im Zuge der Renaturierung des namensgebenden Gewässers angelegt und daran sind verschiedene Kunstwerke installiert worden, die sich mit dem Wandel von Natur und Landschaft auseinandersetzen. Wir machten zunächst einen kurzen Abstecher zur Pixelröhre, eine circa drei Meter große, mit fünf Zentimeter großen Facetten verkleidete Röhre.
Wenig später trafen wir auf eine große Wand aus Gabionen mit freigelassenen Buchstaben. Jetzt! Ein Wort, das einen Moment beschreiben soll, der kurz darauf schon in der Vergangenheit liegt.
An der Seseke entlang radelten wir zum Seepark Horstmar in Lünen. Dort entdeckten wir auch die sogenannte Kommunistenkurve. Als 1996 die Landesgartenschau schon in den Startlöchern stand, um aus der ehemaligen Industriebrache rund um das Horstmarer Loch den Seepark zu gestalten, sollte zeitgleich in den nahen Hüttenwerken Metallschrott, die Büsten führender Köpfe des kommunistischen Systems, eingeschmolzen werden. Die damalige Bürgermeisterin kam auf die Idee, aus ihnen eine Kunstinstallation in der kommenden Gartenschau zu erstellen. So fanden die Büsten ihren zugegeben etwas versteckten Platz im heutigen Seepark. Um wen es sich im Einzelnen bei den Herren handelt, ist übrigens ein Mysterium. Nachdem wir im Preußenhafen noch eine leckere Currywurst gegessen hatten, ging es über die Gneisenautrasse zurück zur Halde Gneisenau, um dort auf der hoch gelegenen Riesenschaukel noch einmal auf das Zechengelände zurückzuschauen.



